Leitfaden für Bauten ausserhalb der Bauzone

ZUG ⋅ Im Kanton Zug sollen sich Wohnhäuser ausserhalb der Bauzone von denjenigen innerhalb des Siedlungsgebiets abheben. Für die Gestaltung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone hat die Baudirektion nun einen Leitfaden geschaffen.

10. März 2016, 11:00

Moderne Tierhaltung und technischer Fortschritt verändern das Erscheinungsbild landwirtschaftlicher Ökonomiebauten ebenso wie zeitgemässe Wohnbedürfnisse das Gesicht der Bauernhäuser. Aber auch viele zonenfremde Wohnhäuser werden vermehrt saniert, umgebaut oder ersetzt. Dabei gilt es zu vermeiden, dass Wohnhäuser ausserhalb der Bauzone immer mehr denjenigen innerhalb des Siedlungsgebiets gleichen, heisst es in einer Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zug vom Donnerstag. Der raumplanerische Grundsatz der Trennung von Baugebiet und nicht Baugebiet kommt auch beim Erscheinungsbild der Bauten zum Ausdruck.

Der nun vorliegende Leitfaden «Gestaltung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone» ist nach Angaben von Baudirektor Urs Hürlimann keine Verordnung. Er sei in unterstützendem Sinne gedacht und helfe bei der Suche nach guten Lösungen. Zentral bei der Erarbeitung war auch das Engagement des Zuger Bauernverbands. nach Angaben von Präsident Franz-Toni Imfeld haben Landwirte oft den Eindruck, dass die Bevölkerung am liebsten überall einen Ballenberg hätte. Die moderne Landwirtschaft habe aber andere Ansprüche. Auch Ökonomiegebäude sähen heute einfach anders aus.

Der Leitfaden gliedert sich in einen ersten Teil, in welchem grundsätzliche Aspekte zum Planungsablauf und zur Lösungsfindung behandelt werden. Es werden keine Kriterien aufgelistet, sondern Fragen gestellt im Sinne von: Woran sollte man denken, worauf besonders achten? Der zweite Teil geht vertieft auf die wichtigsten Bauaufgaben und die Umgebungsgestaltung ein. Die Anforderungen werden klar formuliert und veranschaulicht.

pd/zim


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