Besetzung des Schiedsgerichts steht fest

PARK-TOWER ⋅ Ein Schiedsgericht soll die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadt Zug und den Park-Tower-Eigentümern schlichten. Präsidiert wird es von Hubert Stöckli, einem Fachmann des Baurechts mit Zuger Wurzeln.
28. März 2014, 14:36

Die oberste Etage des Park Towers beim Bahnhof, das neu höchste Gebäude der Stadt Zug, soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Dies hatte die Stadt Zug mit der Bauherrin, einem Konsortium zwischen Altras Management AG und Peikert Immobilien AG, aufgrund des Bebauungsplanes vereinbart. Über das Betriebskonzept dieses Raums ist es aber zu Meinungsverschiedenheiten gekommen, die trotz mehreren Verhandlungen nicht aus der Welt geschaffen werden konnten. Der Stadtrat und das Konsortium haben deshalb im Januar die Einsetzung eines Schiedsgerichts beschlossen.

  • Das Oberste Geschoss des Park Towers soll zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Das Bild zeigt die grandiose Aussicht des Towers.
 (© Werner Schelbert / Neue ZZ)
  • (© Werner Schelbert / Neue ZZ)
  • (© Werner Schelbert / Neue ZZ)

Beim Bahnhof Zug entsteht das höchste Gebäude im Kanton. Es wird 81 Meter hoch. Hier sehen Sie den Baufortschritt.

Wie die Stadt Zug am Freitag mitteilte, steht nun auch die personelle Besetzung des Schiedgerichts fest: Als Präsident konnte Hubert Stöckli gewonnen werden. Stöckli ist in Zug geboren und hat hier sein Anwalts- und Notariatsexamen abgelegt. Er unterrichtet heute als ordentlicher Professor an der Universität Freiburg und ist ein breit vernetzter Fachmann des Schweizerischen und Internationalen Baurechts.

Für die Einwohnergemeinde der Stadt Zug nimmt der Zuger Rechtsanwalt Roland Bruhin Einsitz in das Schiedsgericht. Das Konsortium Park-Tower wird durch Rechtsanwalt Walter Weber vertreten.

Entscheid des Schiedsgerichts ist endgültig

Das Schiedsgericht hat zur Aufgabe, ein Betriebskonzept für den Gesellschaftsraum auszuarbeiten und den Kostenschlüssel bezüglich Ausbau und Unterhalt des Raums zu definieren. «Der Entscheid des Schiedsgerichts ist endgültig, es kann keine Klage erhoben werden», sagt Karl Kobelt, Vorsteher des Finanzdepartementes der Stadt Zug.

Bis zur Einigung tritt ein provisorisches Betriebsreglement in Kraft. Dieses entspricht einem Kompromiss der beiden Verhandlungsparteien und sieht vor, dass der Gesellschaftsraum an Wochentagen einschliesslich samstags von 10 bis 22 Uhr für die Bevölkerung zugänglich ist und für Gruppen reserviert werden kann.

pd/zim


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