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Saint-Gobain gibt Sika-Angestellten Arbeitsplatzgarantie

BAAR ⋅ Der französische Konzern Saint-Gobain lockt im Übernahmekampf um den Schweizer Baustoffkonzern Sika die Angestellten in der Schweiz mit «Zuckerbrot». Sollte eine Übernahme zustande kommen, erhalten die Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie.

«Saint-Gobain hat sich verpflichtet, in den ersten beiden Jahren keine Stellen wegen dieser Transaktion abzubauen», erklärte Finanzchef Guillaume Texier im Gespräch mit der «Handelszeitung».
 
Im Übrigen habe Saint-Gobain die Absicht, gemeinsam mit Sika zu wachsen und neue Stellen zu schaffen. Man sei bei einer Übernahme gewillt, mit dem Sika-Management zusammenzuarbeiten, allerdings werde es auch zu Wechseln kommen. «Einige Vertreter haben Positionen gegenüber Saint-Gobain eingenommen, die derart feindlich sind, dass ich nicht glaube, dass sie mit uns zusammenarbeiten wollen», so Texier.
 
Mit den anderen möchten die Franzosen aber gerne zusammenarbeiten. «Wir wollen sie davon überzeugen, dass wir keine imperialistische französische Firma sind, dass wir unsere Leute sehr gut behandeln und dass unser Vorschlag sinnvoll ist», stellte der 42-jährige Finanzchef fest.
 
Das grösste Synergiepotenzial liegt laut Texier beim Wachstum, bei den Verkaufskanälen und bei den Produkten. Da werde es zu keinem Arbeitsplatzabbau kommen. Texier erklärte, dass lediglich 30 Millionen Euro auf Synergien bei den zentralen Funktionen entfallen würden.
 
Saint-Gobain hat bekanntlich die Option, ihre mit der Besitzerfamilie Burkard abgeschlossene Kaufoption im Sommer 2017 um ein weiteres Jahr zu verlängern. Der Vertrag zwischen der Familie Burkard und den Franzosen wäre ursprünglich Mitte 2016 abgelaufen, wurde aber vor rund zehn Tagen um ein weiteres Jahr verlängert und mit besagter Option versehen.

sda
 

 

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