Neue Zuger Zeitung Online

Leitfaden für Bauten ausserhalb der Bauzone

ZUG ⋅ Im Kanton Zug sollen sich Wohnhäuser ausserhalb der Bauzone von denjenigen innerhalb des Siedlungsgebiets abheben. Für die Gestaltung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone hat die Baudirektion nun einen Leitfaden geschaffen.

Moderne Tierhaltung und technischer Fortschritt verändern das Erscheinungsbild landwirtschaftlicher Ökonomiebauten ebenso wie zeitgemässe Wohnbedürfnisse das Gesicht der Bauernhäuser. Aber auch viele zonenfremde Wohnhäuser werden vermehrt saniert, umgebaut oder ersetzt. Dabei gilt es zu vermeiden, dass Wohnhäuser ausserhalb der Bauzone immer mehr denjenigen innerhalb des Siedlungsgebiets gleichen, heisst es in einer Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zug vom Donnerstag. Der raumplanerische Grundsatz der Trennung von Baugebiet und nicht Baugebiet kommt auch beim Erscheinungsbild der Bauten zum Ausdruck.

Der nun vorliegende Leitfaden «Gestaltung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone» ist nach Angaben von Baudirektor Urs Hürlimann keine Verordnung. Er sei in unterstützendem Sinne gedacht und helfe bei der Suche nach guten Lösungen. Zentral bei der Erarbeitung war auch das Engagement des Zuger Bauernverbands. nach Angaben von Präsident Franz-Toni Imfeld haben Landwirte oft den Eindruck, dass die Bevölkerung am liebsten überall einen Ballenberg hätte. Die moderne Landwirtschaft habe aber andere Ansprüche. Auch Ökonomiegebäude sähen heute einfach anders aus.

Der Leitfaden gliedert sich in einen ersten Teil, in welchem grundsätzliche Aspekte zum Planungsablauf und zur Lösungsfindung behandelt werden. Es werden keine Kriterien aufgelistet, sondern Fragen gestellt im Sinne von: Woran sollte man denken, worauf besonders achten? Der zweite Teil geht vertieft auf die wichtigsten Bauaufgaben und die Umgebungsgestaltung ein. Die Anforderungen werden klar formuliert und veranschaulicht.

pd/zim

Login


 
Leserkommentare
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.03.2016 12:47

    Gut gemachter Leitfaden für Landwirtschaftsbetriebe. Es werden auch Beispiele gezeigt wie Neubauten optimal konstruiert und platziert wurden. Es wird aber viel zuwenig berücksichtigt, dass es in Siedlungen die nicht eingezont sind auch Wohn- und Gewerbebetriebe gibt, die sich weiter entwickeln wollen. Zur Zeit ist das nicht möglich. In Neuheim hat z.B. die Bürgergemeinde im Weiler Sarbach ein Wohnhaus abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Der Neubau durfte keinen m2 mehr Wohnfläche aufweisen als der Altbau. Eine Privatperson hätte das nie gemacht. Die krasse Benachteiligung von nicht-landwirtschaftlichen Bauten in nicht eingezonten Siedlungsgebieten ist ein grosses Ärgernis.

Diskutieren Sie mit
Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie zwischen 7 und 19 Uhr frei. Sie behält sich vor, Beiträge, die die Spielregeln zur Kommentarfunktion verletzen, nicht zu publizieren oder zu kürzen. Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen. Leserkommentare können vollständig oder auszugsweise in der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben publiziert werden.


Die Kommentarfunktion steht für diesen Artikel nicht mehr zur Verfügung. Entweder ist der Diskussionszeitraum abgelaufen oder die Diskussion zu diesem Thema wird in einem separaten Forum weitergeführt. Siehe www.luzernerzeitung.ch/forum

Anzeige:

Anzeige:

Webcam

Zug Zug

Anzeige:

Newsletter zur Region? Hier bestellen

Newsletter

zugerpresse.ch Jeden Mittwoch Neu

Zugerpresse