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Luchs-Prozess: Warten auf das begründete Urteil

Szene aus dem Polizeivideo des Luchs-Einsatzes. Zwei Polizisten mit einem der Verhafteten (am Boden). Zoom

Szene aus dem Polizeivideo des Luchs-Einsatzes. Zwei Polizisten mit einem der Verhafteten (am Boden).

Im Verfahren gegen zwei Luzerner Polizisten der Sondereinheit «Luchs» warten der Schwyzer Oberstaatsanwalt und die Anwälte der Geschädigten auf das begründete Urteil. Sie haben nach dem Urteil des Strafgerichtes Schwyz im Januar vorsorglich Berufung eingelegt.

Oberstaatsanwaltschaft und die Vertretung der Geschädigten haben gegen das Urteil vom 20. Januar vorsorglich Berufung eingelegt. Sie warten nun das begründete Urteil ab, um definitiv über einen Weiterzug ans Kantonsgericht Schwyz zu entscheiden. Wie das Strafgericht am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte, wird das begründete Urteil voraussichtlich im März bekanntgegeben.

Das Strafgericht hatte die beiden Polizisten von Schuld und Strafe freigesprochen. Die Polizisten hatten im Juni 2005 in Oberarth zwei Unschuldige festgenommen, die sie aufgrund falscher Informationen für international gesuchte Schwerverbrecher hielten.

Die beiden irrtümlich festgenommenen Serben im Alter von 17 und 22 Jahren klagten danach, sie seien geschlagen und misshandelt worden. Dabei hätten sie Prellungen, Quetschungen und andere Verletzungen erlitten, die einen Spitalaufenthalt von mehreren Tagen nötig machten. Bis heute litten sie unter psychischen Problemen.

Verteidigung drang durch

Obwohl sich rasch gezeigt habe, dass Unschuldige gestellt worden seien, habe es zu lange gedauert, bis sie freigelassen worden seien, warf der Oberstaatsanwalt den Polizisten vor. Er hatte bedingte Bussen und Geldstrafen wegen Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung gefordert.

Das Strafgericht folgte in seinem Urteil jedoch dem Antrag der Verteidigung auf Freispruch für die beiden 59- und 52-jährigen Polizisten. Nach Ansicht der Verteidiger haben sich die Angeklagten angemessen, mit hoher Professionalität und im Rahmen der Amtspflichten verhalten.

sda

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