Ad Astra sichert sich das Heimrecht

UNIHOCKEY ⋅ Vier Punkte aus den abschliessenden beiden Qualifikationsrunden reichen Ad Astra Sarnen zum vierten Tabellenrang. Gegner von Sarnen in den Playoff-Viertelfinals, die am kommenden Wochenende beginnen, ist Sarganserland.
13. Februar 2017, 07:01

Zum Abschluss der Qualifikation legte Ad Astra Sarnen eine eher dürftige Partie aufs Parkett. Gegen das Tabellenschlusslicht Unihockey Mittelland mussten sich die Obwaldner mit 5:6 nach Verlängerung geschlagen geben. Im ersten Abschnitt lief der Ball noch für Ad Astra. Zwei Mal Cornel von Wyl und ein Mal Robin Markström schossen die Gäste scheinbar beruhigend mit 3:0 in Führung. Unihockey Mittelland konnte den Spiess jedoch im ­Mitteldrittel drehen. Gleich mit 0:4 aus Sicht der Sarner ging ­dieser Abschnitt verloren. «Im Mitteldrittel spielten wir heute schlecht», bestätigte Sarnens Coach Michal Rybka. «Immerhin ist es uns danach gelungen, uns wieder zu fangen.»

Ad Astra drehte die Partie zwischenzeitlich wieder, etwas mehr als eine Minute vor Schluss gelang Mittelland mit sechs Feldspielern jedoch der Ausgleich. In der Verlängerung entschied Dominic Mucha mit einem platzierten Schuss aus kurzer Distanz das Spiel zu Gunsten des Heimteams. «Schade haben wir die Führung nicht über die Runden gebracht. Irgendwie passt dieser Ausgang jedoch zur gesamten Qualifikation», meinte Rybka nach Spielschluss.

Gehässige Partie gegen Davos

Im Heimspiel am Samstag konnten die Sarner das Zepter früh an sich reissen. Trotz aggressivem Forechecking der Gäste aus Davos konnte Ad Astra den Ball mehrheitlich in den eigenen Reihen zirkulieren lassen. Nach einem schön herausgespielten Treffer war es Amstutz, der die Sarner in der 6. Minute im Slot unbedrängt in Führung schiessen konnte. Im darauffolgenden Einsatz vollendete Marco Schöni mit einem Hocheckschuss aus spitzem Winkel gekonnt zum 2:0. Dreissig unkonzentrierte Sekunden des Heimteams reichten den Bündnern jedoch, um mit zwei präzisen Schüssen zum Ausgleich zu kommen. Auf diesen Doppelschlag konnten die Sarner erneut durch Amstutz reagieren und vor der ersten Pause die Führung wieder übernehmen.

Im Mitteldrittel konnten die Sarner dank kontrolliertem Spiel das Zwischenresultat auf 6:2 erhöhen. Hinten liessen die Obwaldner in dieser Phase wenig anbrennen, und vorne wäre mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit sogar noch der eine oder andere Treffer mehr drin gelegen. Die Bündner, dringend auf Punkte angewiesen im Kampf um einen Playoff-Platz, mussten auf den Rückstand im Schlussdrittel reagieren. Sie taten dies, manchmal auch mit nicht ganz legalen Mitteln. Dies führte zu vielen Strafen und vielen Unterbrüchen. «Wir haben dadurch zwischenzeitlich den Faden verloren. Dies hätte uns nicht passieren dürfen», ­ärgerte sich der vierfache Torschütze Amstutz. Dennoch war der Sieg von Ad Astra am Samstag nie wirklich in Gefahr. Am Ende stand ein 8:5 zu Gunsten der Sarner auf der Anzeigetafel.

Die Playoffs beginnen am nächsten Samstag

Schon nach der Partie am Samstag war klar, dass Ad Astra in den Playoff-Viertelfinals auf den UHC Sarganserland treffen würde. Am Sonntag ging es noch darum, wer von den beiden Teams Heimrecht in dieser Serie geniesst. Schliesslich reichte den Sarnern der Punktgewinn in Olten, weil Sarganserland gegen den Tabellenführer Zug verlor. «Gemessen an unseren Ansprüchen hätte ich erwartet, dass wir in der Qualifikation mehr Punkte holen. Ich ziehe aus diesen 22 Spielen eine durchzogene Bilanz. Aber jetzt beginnt der zweite Teil der Saison», meinte Rybka. In der Qualifikation konnten die Obwaldner den UHC Sarganserland zwei Mal bezwingen. Steigen sie darum als Favorit in die Serie gegen die Ostschweizer? «Ich erwarte eine enge Serie», so Rybka darauf angesprochen. «Aber ich bin überzeugt von der Qualität in meinem Team und sehe dieser Serie darum positiv entgegen.» Der Start in die Playoff-Viertelfinals wird am kommenden Samstag mit einem Heimspiel in Sarnen erfolgen. (jh)

 

Sarnen - Davos-Klosters 8:5 (3:2, 3:0, 2:3)

Dreifachhalle, Sarnen. – 340 Zuschauer. – SR Kaiser/Schoch.

Tore: 6. Amstutz (Ming) 1:0. 7. M. Schöni (Kronenberg) 2:0. 12. Marugg (Hänggi) 2:1. 13. Jäger (Guidon) 2:2. 17. Amstutz (Markström) 3:2. 22. M. Schöni (Kronenberg) 4:2. 34. Amstutz (von Rotz/Ausschluss Eronen!) 5:2. 36. Eronen (R. Schöni/Ausschluss Hänggi) 6:2. 49. R. Schöni (Eronen) 7:2. 51. Wiedmer (Jäger) 7:3. 53. Laely (Baumgartner) 7:4. 57. Amstutz (Markström/Ausschlüsse Hänggi, Laely und Eronen) 8:4. 57. Buchli (Jäger/Ausschlüsse Hänggi und Eronen) 8:5.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 5-mal 2 Minuten, 1-mal 10 Minuten (Hänggi) und 1-mal 5 Minuten (Hänggi) gegen Davos.

Sarnen: Britschgi; Kramelhofer, Berchtold; Höltschi, Markström; Läubli, Reber; von Rotz, Zurmühle, R. Schöni; Ming, Amstutz, Eronen; C. von Wyl, M. Schöni, Kronenberg.

Mittelland - Sarnen 6:5 (0:3, 4:0, 1:2, 1:0) n. V.

Giroud-Olma, Olten. – 65 Zuschauer. – SR Zgraggen/Müller.

Tore: 11. C. von Wyl 0:1. 15. Markström (Amstutz) 0:2. 16. C. von Wyl (M. Schöni) 0:3. 22. D. Mucha (Pauli) 1:3. 26. Pauli (M. Mucha) 2:3. 35. (34:10) Pauli (Flury/Ausschluss M. Schöni) 3:3. 35. (34:48) T. Merian (S. Merian) 4:3. 47. R. Schöni (C. von Wyl) 4:4. 53. Ming (Eronen/Ausschluss Pass) 4:5. 59. (58:46) M. Mucha (Pauli) 5:5. 61. D. Mucha (Pauli) 6:5.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Mittelland. 2-mal 2 Minuten gegen Sarnen.

Mittelland: Wüthrich (Isaak); T. Merian, ­Rhiner, Tamme, Pass, Niggli, Schenk; M. Mucha, D. Mucha, S. Merian, Setz, Gratwohl, Haas, Schneiter, Flury, Pauli.

Sarnen: Amrein; Kramelhofer, Berchtold; Höltschi, Markström; Läubli, Vaicis; von Rotz, Zurmühle, R. Schöni; Ming, Amstutz, Eronen; C. von Wyl, M. Schöni, J. von Wyl.

Bemerkungen: Sarnen ohne Britschgi und Reber (beide Ersatz) sowie Kronenberg und Abegg (beide abwesend).


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