Mexiko und Türkei diskutieren Freihandel

MEXIKO - TÜRKEI ⋅ Angesichts protektionistischer Drohungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump beschleunigen Mexiko und die Türkei ihre Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Darauf verständigten sich die Aussenminister der Länder bei einem Treffen in Mexiko-Stadt.
04. Februar 2017, 02:12

"Heute ist Mexiko offen, mehr denn je", sagte Mexikos Aussenminister Luis Videgaray am Freitag. Sein Land wolle seine Handels- und Investitionsbeziehungen mit jedem befreundeten Land verstärken, unabhängig von der geographischen Entfernung.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu schlug vor, das sogenannte Mikta-Forum zu stärken. Es handelt sich dabei um ein Forum für Politik und Handel, zu dem Mexiko, Indonesien, Südkorea, die Türkei und Australien gehören.

Die USA, Kanada und Mexiko bereiten sich darauf vor, das Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln. Dabei handelt es sich um einen der weltweit umfangreichsten Handelsverträge, der seit 1994 in Kraft ist. Trump will neu verhandeln, weil das Abkommen seiner Ansicht nach die Verlagerung von Jobs und Investitionen aus den USA nach Mexiko begünstigt.

Angesichts eines möglichen Austritts der USA aus dem NAFTA-Abkommen hat Mexiko seine Handelsgespräche mit der EU und anderen Ländern bereits verstärkt. (sda/afp)

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