Politische Widersprüche

Zur kantonalen Abstimmung vom 21. Mai über die Gesetzesinitiative «für bezahlbaren Wohnraum»
22. April 2017, 04:41

In der Stadt Zug werden bereits über 17 Prozent aller Wohnungen preisgünstig vermietet. Wenn die Linken nicht jedes Bauvorhaben mit preisgünstigen Wohnungen verhindern würden, dann wären die geforderten 20 Prozent ihrer Initia­tive schon längstens erreicht. Eines von vielen Beispielen dazu ist das Projekt Unterfeld, wo die Linken ein Bauvorhaben mit 700 preisgünstigen Wohnungen bekämpft haben.

Aufgrund dieser krassen Widersprüche verlieren ihre sachlichen Argumente an Glaubwürdigkeit. Um von diesen politischen Irren und Wirren abzulenken, haben sich linke Kreise entschieden, eine diffamierende Plakatkampagne gegen die unermüdlich arbeitenden Regierungsräte Michel und Tännler zu starten. In dieser Kampagne werden zwei verdiente Amtsträger verunglimpft und die Stimmbürger in beispielloser Art und Weise in die Irre geführt.

Es gibt bereits heute griffige Gesetze, die den preisgünstigen Wohnungsraum im Kanton Zug fördern und gemeinsam mit privaten Investoren umgesetzt werden. Es braucht keine zusätzlichen Gesetze für mehr günstigen Wohnraum. Es braucht aber eine Erleuchtung bei den linken Parteien, solche Bauprojekte nicht andauernd zu verhindern. Denn so machen sie sich selbst für die Wohnungsknappheit und die hohen Mietpreise im Kanton Zug verantwortlich.

Die Wohnraum-Initiative klingt demagogisch, verdient aber aufgrund der genannten Argumente eine klare Absage.

Etienne Schumpf, alt Gemeinderat FDP Stadt Zug, London

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